Über 100 Jahre Gastlichkeit
Im Werdenfelser Land schüttelte man den Kopf, als August Terne 1884 für 10.000 Goldmark den Eibsee ersteigerte, den bislang nur einige Fischer als fündiges Revier schätzten. Denn die „Zigeunerlache“ hatte bis dahin noch keinem seiner Besitzer Glück gebracht. August Terne focht das nicht an. Er richtete eine regelmäßige Verbindung zwischen seinem neuen Besitz und der Poststation in Murnau ein.
Und plötzlich wurde der Eibsee zum beliebten Ausflugsziel, dessen idyllische Lage sich bis nach München herumsprach. 1900 baute August Terne bereits am Seeufer einen Gasthof mit frischen Eibsee-Renken als Spezialität – auch heute noch ein kulinarisches Schmankerl im EIBSEE-HOTEL. Die wunderschöne Lage, die Gastfreundschaft von Vater und Mutter Terne – einer Partenkirchnerin – brachten dem Haus schnell eine Vielzahl treuer Gäste.
Zwei Söhne Ternes, Karl und Hans, setzten nach dem Tod des Gründers die Tradition erfolgreich fort. Um dem wachsenden Andrang zu genügen, errichteten sie noch vor dem Ersten Weltkrieg (1913) ein Hotel mit 60 Betten, das sie Anfang der zwanziger Jahre zu einem modernen Gebirgshotel mit internationalem Komfort und 230 Betten ausbauten.
Politiker, Künstler, berühmte Ärzte, Wirtschaftsgrößen und Sportskanonen gaben sich am „Eibsee“ ein Stelldichein. Der amerikanische Zeitungskönig Hearst war von der einzigartigen Landschaft – und der guten Küche genauso begeistert wie der weltberühmte Chirurg Professor Sauerbruch oder der IG-Farben-Begründer Geheimrat Duisberg.
Schauspieler wie Heinrich George und Hans Albers, Sänger wie Richard Tauber und Jan Kiepura setzten ihren Namen in das Gästebuch des EIBSEE-HOTELS. Richard Strauss spielte hier mit den Brüdern Terne nicht nur regelmäßig Karten, auch viele seiner Kompositionen entstanden am Eibsee. Ein weiterer treuer Freund der Familie und des Hotels war Flieger-As Ernst Udet. Vom Eibsee aus bereitete er seine tollkühne Landung auf dem Zugspitzplatt vor. Mit seinem Raketenschlitten donnerte der Erfinder Valier erstmals über den zugefrorenen See. Im und um das EIBSEE-HOTEL herum war eben immer etwas los. Zweifellos stand im alpenländischen Paradies des Werdenfelser Landes „das Hotel“ seiner Zeit.
Das Kriegsgeschehen setzte der Gastfreundschaft der Familie Terne ein Ende. 1941 nahm die Luftwaffe das Hotel in Beschlag, vom Kriegsende bis 1972 diente es den US-Streitkräften als „recreation area“. Die Uniformträger beider „couleurs“ wussten, wo Bayern am schönsten ist.
1977 eröffnete der Urenkel von August Terne und jetzige Besitzer des EIBSEE-HOTEL’s, Peter K. H. Rieppel das „neue“ EIBSEE-HOTEL, welches er heute noch mit seinem Sohn Marc führt. Namen wie seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama, Carl Friedrich von Weizsäcker, Altbundeskanzler Dr. Helmut Schmidt, der ehemalige Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten von Amerika Les Aspin und sein russischer Amtskollege Pavel Grachev sowie der Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland Dr. Franz Josef Jung schmücken neben vielen anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – z. B. Günther Jauch und Anne Will – heute das Gästebuch des EIBSEE-HOTEL's.


